RAM-Knappheit trifft Apple

Mac Mini und Mac Studio: Lieferzeiten von bis zu fünf Monaten

Die globale Speicherchip-Krise trifft Apple hart: Mac Mini und Mac Studio sind teilweise erst in fünf Monaten lieferbar. Die 512-GB-RAM-Option wurde gestrichen.

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Quickread: Auf einen Blick
  • Mac Mini und Mac Studio haben Lieferzeiten von bis zu fünf Monaten bei höheren RAM-Konfigurationen.
  • Apple hat die 512-Gigabyte-RAM-Option beim Mac Studio komplett gestrichen und die 256-Gigabyte-Option verteuert.
  • Ursache ist die globale Speicherchip-Knappheit durch massive AI-Server-Nachfrage von Tech-Konzernen.

Wer aktuell einen Mac Mini oder Mac Studio mit höherer RAM-Ausstattung bestellen möchte, braucht Geduld – viel Geduld. Apples Online-Store in den USA zeigt derzeit Lieferzeiten von bis zu vier bis fünf Monaten für viele Konfigurationen der beiden Desktop-Macs. Der Grund: eine schwere globale Speicherchip-Knappheit, die durch die enorme Nachfrage von Unternehmen ausgelöst wird, die AI-Server mit großen RAM-Mengen aufbauen.

Konkrete Beispiele verdeutlichen das Ausmaß

Die Zahlen sprechen für sich: Ein Mac Mini mit M4 Pro Chip und 64 Gigabyte RAM, der heute im Apple Online-Store bestellt wird, soll erst in 16 bis 18 Wochen verschickt werden. Selbst das Basismodell für 699 Euro mit M4 Chip und 16 Gigabyte RAM hat eine mehrwöchige Verzögerung. Beim Mac Studio sieht es noch dramatischer aus: Eine Konfiguration mit M3 Ultra Chip und 256 Gigabyte RAM wird voraussichtlich erst in vier bis fünf Monaten ausgeliefert, die Abholung im Store ist erst ab September möglich.

Apple reagiert auf die Speicherchip-Krise

Die Situation ist so angespannt, dass Apple bereits Anfang März die 512-Gigabyte-RAM-Option für den Mac Studio komplett aus dem Sortiment genommen hat. Das Maximum liegt nun bei 256 Gigabyte – und selbst diese Option wurde teurer. Der Preis für das Upgrade von 96 auf 256 GB liegt nun bei bei 2.500 Euro.

RAM-Knappheit erklärt!

Die weltweite RAM-Knappheit entsteht, weil AI-Unternehmen wie OpenAI und Google enorme Mengen Arbeitsspeicher für ihre Rechenzentren benötigen. Die großen Hersteller Samsung, SK Hynix und Micron konzentrieren sich auf diese lukrativen AI-Geschäfte statt auf Verbraucherprodukte. Das führt zu Lieferengpässen und stark gestiegenen Preisen für RAM in Computern, Smartphones und anderen Geräten.

Die Ursachen der RAM-Knappheit

Die weltweite Speicherchip-Knappheit hat ihre Wurzeln in der AI-Revolution. Unternehmen wie OpenAI, Anthropic, Google und Meta benötigen für ihre Rechenzentren enorme Mengen an RAM. Die größten Speicherhersteller der Welt – Samsung, SK Hynix und Micron – haben ihre Ressourcen von Verbraucherprodukten weg und hin zu lukrativeren Geschäften mit AI-Unternehmen verschoben. Das Ergebnis: Die Preise für RAM-Chips sind in die Höhe geschossen, manche Händler verkaufen Arbeitsspeicher mittlerweile zu Tagespreisen – ähnlich wie Meeresfrüchte im Restaurant.

Auswirkungen auf die gesamte Mac-Produktpalette

Die RAM-Knappheit betrifft nicht nur Mac Mini und Mac Studio. Bereits im Januar zeigten sich bei MacBook Pro Modellen mit M4 Max Chip Lieferzeiten von bis zu zwei Monaten. Einige Konfigurationen des 14-Zoll-MacBook Pro mit 16-Kern-M4-Max-Chip und 128 Gigabyte RAM sollten erst Mitte März ausgeliefert werden. Apple hat außerdem die 512-Gigabyte-Speicheroption beim 14-Zoll-MacBook Pro mit M5 Chip gestrichen und das Einstiegsmodell auf ein Terabyte angehoben – bei gleichzeitiger Preiserhöhung von 1.799 auf 1.899 Euro.

Wenig Hoffnung auf schnelle Besserung

Berichte deuten darauf hin, dass sich die Speicherchip-Preise langsam stabilisieren oder leicht sinken könnten. Allerdings liegen sie immer noch deutlich über den historischen Durchschnittswerten. Eine bedeutende Verbesserung der Lieferzeiten für High-End-Konfigurationen von Mac Mini und Mac Studio ist daher in nächster Zeit nicht zu erwarten. Analysten warnen sogar, dass die Preise für Laptops im Jahr 2026 um bis zu 40 Prozent steigen könnten, da RAM und SSDs mittlerweile über 30 Prozent der Materialkosten ausmachen – gegenüber normalerweise 15 Prozent.

Apples Vorteil gegenüber der Konkurrenz

Trotz der schwierigen Lage hat Apple einige Vorteile. Als Tier-1-Hersteller mit tiefen Lieferantenbeziehungen ist das Unternehmen besser positioniert als kleinere Wettbewerber, um mit dem Preisdruck umzugehen. Zudem entwickelt Apple seine eigenen Chips, was das Unternehmen von Intel-bedingten CPU-Preisschwankungen isoliert. Dennoch zeigt die Streichung der 512-Gigabyte-RAM-Option beim Mac Studio, dass auch Apple nicht völlig immun gegen die Marktentwicklungen ist.

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512 GB RAM Option? Da kostet der Mini bestimmt um die 40.000 € ;-)

Ein Apple-Fan hat Geld! Er kauft und jammert nicht... ;-)

RAM
aha
wenn ausgeschaltet wird ist allrs weg, oder wie

Die High-End-Version ist somit jetzt: Arbeitsspeicher (RAM): 256 GB Unified Memory (höchster aktuell bestellbarer Wert).
Festplatte (SSD): 16 TB SSD (interner Speicher).
Preis: Diese Vollausstattung liegt bei ca. 14.924 €.

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